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Neue Eilaktion zu Dr. Eduardo Cardet - 3 jähr. Haftstrafe gegen Menschenrechtsaktivisten bestätigt

Amnesty Kuba  (26.05.2017, 00.00 Uhr)

Ein Provinzgericht hat die gegen den Menschenrechtler Eduardo Cardet verhängte dreijährige Haftstrafe bestätigt.

Er befindet sich weiterhin im Provinzgefängnis von Holguín im Südosten Kubas.

Er ist ein gewaltloser politischer Gefangener und muss umgehend und bedingungslos freigelassen werden.

Am 17. Mai ratifizierte das Provinzgericht Holguín (Tribunal Provincial Popular de Holguín) im Rechtsmittelverfahren die am 20. März gegen Dr. Eduardo Cardet Concepción verhängte dreijährige Haftstrafe. Eduardo Cardet ist Leiter der Christlichen Befreiungsbewegung (Movimiento Cristiano Liberación - MCL), die sich für Demokratie einsetzt.

Mehr siehe unter Amnesty Eilaktionen:

https://www.amnesty.de/urgent-action/ua-032-2017-2/wegen-kritik-verurteilt?destination=node%2F2965

oder unter DOWNLOADS Urgent Actions Archiv




Freilassung der inhaftierten Kinder der Familie Leyva unter Auflagen, unveränderte Inhaftierung ihrer Mutter

Amnesty Kuba  (05.04.2017, 00.00 Uhr)

Eine Familie bestehend aus vier Menschenrechtsverteidiger_innen wurde nach Castros Tod in Holguín im Südosten Kubas festgenommen. Die drei Geschwister hatten am 7. März einen Hungerstreik begonnen und sind nun unter Auflagen freigelassen worden. Ihre Mutter Maydolis Leyva Portelles, deren Hausarrest nicht aufgehoben wurde, ist weiterhin eine gewaltlose politische Gefangene und muss umgehend und bedingungslos freigelassen werden.

Laut Angaben der Mutter Maydolis Leyva Portelles haben die kubanischen Behörden die Zwillingsschwestern Anairis und Adairis Miranda Leyva und ihren Bruder Fidel Manuel Batista Leyva nach einem längeren Hungerstreik am 2. April unter Auflagen (licencia extrapenal) auf freien Fuß gesetzt. Die Behörden gestatteten es Maydolis Leyva Portelles, die ihre Strafe im Hausarrest verbüßt, ihre drei Kinder noch am selben Tag im Krankenhaus zu besuchen.

Die drei Geschwister und ihre Mutter sind Menschenrechtsverteidiger_innen und wurden am 27. November 2016, zwei Tage nach Fidel Castros Tod, festgenommen. Am 7. März 2017 traten die Geschwister in den Hungerstreik. An diesem Tag mussten sie ihre Strafe wegen "Störung der öffentlichen Ordnung" und der "Verunglimpfung von Institutionen, Organisationen sowie Held_innen und Märtyrer_innen der Republik Kuba" antreten.

Dissident_innen werden auf Kuba häufig unter den Licencia-Extrapenal-Auflagen freigelassen. Dies ist eine Art Bewährung und bedeutet, dass die Anklagen nicht fallengelassen werden, die Verurteilten aber den Rest der Strafzeit außerhalb des Gefängnisses verbringen können. Einige Dissident_innen, die während der "Unterdrückungswelle" im Jahr 2003 festgenommen worden waren, wurden zum Beispiel unter dieser Bedingung freigelassen. Unter dieser Auflage können die kubanischen Behörden die Geschwister jedoch erneut festnehmen und zur Verbüßung ihrer Strafe inhaftieren.

Bis heute hat Maydolis Leyva Portelles keine Nachricht über die Aufhebung ihres Hausarrests erhalten. Sie ist weiterhin eine gewaltlose politische Gefangene und muss umgehend und bedingungslos freigelassen werden.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN Die Festnahme von Anairis und Adairis Miranda Leyva, Fidel Manuel Batista Leyva und Maydolis Leyva Portelles fand in Holguín zusammen mit einer "Demonstration der Ablehnung" (acto de repudio) vor dem Haus der Familie statt. Diese Demonstrationen werden auf Kuba häufig von der Regierung organisiert. Nach Angaben von Maydolis Leyva Portelles, die zurzeit unter Hausarrest steht, waren bei der Festnahme viele Staatssicherheitsbeamt_innen in Zivil anwesend, darunter Angehörige des Staatsschutzes und des Militärs. Die Familie ist regierungskritisch eingestellt, bekannt für ihren Aktivismus und wird mit einer Reihe von politischen und Menschenrechtsbewegungen wie die Bewegung Movimiento Cubano de Reflexión in Verbindung gebracht. Laut der Website ist die Bewegung El Movimiento Cubano de Reflexión eine gewaltfreie Organisation, die darauf abzielt, die kubanische Bevölkerung zu mobilisieren, um einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen.

Maydolis Leyva Portelles und ihre Kinder wurden gemäß Paragraf 204 des kubanischen Strafgesetzbuchs angeklagt, der die "Verunglimpfung von Institutionen, Organisationen sowie Held_innen und Märtyrer_innen der Republik Kuba" unter Strafe stellt. Personen, die öffentlich Institutionen der Republik Kuba oder politische Organisationen oder kubanische Held_innen und Märtyrer_innen verunglimpfen, verleumden oder herabsetzen, können nach Paragraf 204 mit drei bis zwölf Monaten Gefängnis oder einer Geldstrafe belegt werden. Am 13. Januar 2017 hielt ein Gericht der zweiten Instanz die einjährige Gefängnisstrafe der drei Geschwister aufrecht, gestattete aber der Mutter, ihre Strafe im Hausarrest zu verbüßen, um für ihre Enkelkinder, die Kinder von Adairis Miranda Leyva, zu sorgen. Amnesty betrachtete die Geschwister und ihre Mutter als gewaltlose politische Gefangene, die lediglich aufgrund der friedlichen Wahrnehmung ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung inhaftiert waren. Laut Angaben der Mutter waren die Geschwister am 7. März, dem Tag als sie zur Verbüßung der Strafe inhaftiert wurden, in den Hungerstreik getreten. Nach dem Völkerrecht stellt der Einsatz von Verleumdungsgesetzen, mit dem Ziel, rechtmäßige Kritik an der Regierung oder Beamt_innen zu unterbinden, einen Verstoß gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung dar.



Urteil von 3 Jahren Haft gegen Dr. Eduardo Cardet ausgesprochen - Eilaktion dazu

Amnesty Kuba  (22.03.2017, 00.00 Uhr)

Der Aktivist Dr. Eduardo Cardet wurde zu 3 Jahren Haft verurteilt, bitte fordern Sie mit Amnesty per Eilaktion seine sofortige Freilassung, da er ein Gewissengefangener ist

Cuba: Activist sentenced to three years in jail after criticising Fidel Castro

https://www.amnesty.org/en/latest/news/2017/03/cuba-activist-sentenced-to-three-years-in-jail-after-criticising-fidel-castro/

A three year sentence against the leader of a Christian pro-democracy movement after he criticized Fidel Castro is a stark illustration of ongoing restrictions to the right to free expression in Cuba, said Amnesty International.

Dr. Eduardo Cardet Concepción, leader of the Christian Liberation Movement (Movimiento Cristiano Liberación, MCL) was sentenced on Monday 20 March, his wife told Amnesty International.

He was charged with attacking an official of the state (atentado) after he publicly criticized former Cuban leader Fidel Castro a few days after his death. During an interview with Madrid-based radio station esRadio, aired two days before his arrest, Cardet described the mourning in Cuba following the death of Fidel Castro as imposed, and said: “Castro was a very controversial man, very much hated and rejected by our people.” His lawyer has ten days to file an appeal. “For decades, the Cuban authorities have harassed and intimidated members of the Christian Liberation Movement in a attempt to silence any dissenting ideas,” said Erika Guevara-Rosas, Americas Director at Amnesty International.

“Despite some recent openness, we see how the Cuban authorities continue to control free expression. It is beyond belief that people are still routinely arrested for criticizing a politician or for writing an opinion on a wall – as was the case of graffiti artist Danilo ‘El Sexto’ Maldonado. Sadly, Cuban courts continue to fail to provide a rigorous check and balance to executive powers.”

“There is no doubt that Dr Cardet is a prisoner of conscience, put behind bars for speaking his mind. He must not be made to spend a second longer in jail.”

Provisions of the Cuban Criminal Code, such as contempt of a public official (desacato), resistance to public officials carrying out their duties (resistencia) and public disorder (desórdenes públicos) are frequently used to stifle free speech, assembly and association in Cuba.

The Cuban Commission for Human Rights and National Reconciliation, a Cuban-based human rights NGO not recognized by the state, documented a monthly average of 827 politically motivated detentions in 2016.

The Christian Liberation Movement (Movimento Cristiano Liberación, MCL) is a prominent actor in the pro-democracy movement in Cuba. According to its website, it is a movement for peaceful and democratic change and respect for human dignity. It was founded in 1988 by Oswaldo Payá Sardiñas, who became a visible figure of the Cuban political opposition, and four other activists.

Amnesty International has documented harassment and intimidation of members of the MCL for decades. In 1991, after Oswaldo Payá Sardiñas presented a petition calling for a national referendum relating to constitutional reform, he had his home destroyed by over 200 people, said to be members of a Rapid Response Brigade. After Oswaldo Payá announced his intention to put himself forward as a candidate for deputy to the National Assembly for the municipality of Cerro, Havana, members of his organization were reportedly subjected to frequent questioning and short-term detention.

Read more:

Cuba: Demand release of human rights defender: Dr Eduardo Cardet Concepción (Urgent Action, 31 January 2017) https://www.amnesty.org/en/documents/amr25/5601/2017/en/

Cuba: Cuban Graffiti artist released: Danilo Maldonado Machado (Urgent Action, 23 January 2017) https://www.amnesty.org/en/documents/amr25/5545/2017/en/



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