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Neue ua: Drei Angeklagte freigelassen, aber unter Hausarrest

Amnesty Kuba  (15.12.2014, 00.00 Uhr)

Es gibt eine neue, aktuelle urgent action zu Sonia Garro Alfonso (von den Damas de Blanco), ihrem Ehemann Ramón Alejandro Muñoz González und ihrem Nachbarn Eugenio Hernández Hernández. Alle drei wurden am 09. Dezember freigelassen, die Anklagen bleiben allerdings gegen sie bestehen und sie stehen unter Hausarrest. Amnesty International befürchtet, dass sie kein faires Gerichtsverfahren erhalten.

Urgent Action siehe unter DOWNLOADS Aktuelles oder unter

http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-215-2012-3/drei-angeklagte-unter-hausarrest?destination=node%2F5309




Artikel der Kuba Kogruppe zu Kuba - Kurzer Hoffnungsschimmer

Amnesty Kuba  (08.12.2014, 00.00 Uhr)

LINK:

http://www.amnesty.de/2014/12/8/kurzer-hoffnungsschimmer?destination=suche%3Fwords%3Dkuba%26form_id%3Dai_search_form_block%26search_x%3D0%26search_y%3D0

Kurzer Hoffnungsschimmer, 08. Dezember 2014

Unter der Regierung von Raúl Castro waren in Kuba zunächst einige Fortschritte bei den Menschenrechten zu verzeichnen. Doch seit einiger Zeit nehmen die staatlichen Repressionen gegen Oppositionelle wieder zu.

Die letzten Inhaftierten des "Schwarzen Frühlings" von 2003 sind mittlerweile wieder frei - damals waren zahlreiche Regierungskritikerinnen und Kritiker verhaftet worden. Kuba hat die Internationalen Pakte über bürgerliche und politische Rechte sowie über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte unterzeichnet, die Todesstrafe nicht mehr verhängt oder vollstreckt. Zudem wurden die Ausreisemöglicheiten für kubanische Bürger erleichtert.

In den USA wird inzwischen vermehrt gefordert, das Embargo gegen Kuba aufzuheben. Fast die Hälfte der US-Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge mittlerweile für eine Aufhebung. Und nach Jahren diplomatischer Eiszeit zwischen der EU und Kuba wird nun ein gemeinsames politisches Abkommen verhandelt.

Die Entwicklung der vergangenen zwei bis drei Jahre hat jedoch gezeigt, dass Bedrohungen von Oppositionellen und freien Journalistinnen und Journalisten, Misshandlungen und unfaire Gerichtsverfahren wieder zunehmen. Außerdem wird von bis zu 900 Kurzzeitinhaftierungen pro Monat berichtet.

Roberto de Jesús Guerra Pérez, der Leiter der unabhängigen Nachrichtenagentur "Hablemos Press", ist eines der Opfer dieser Entwicklung. Wiederholt wurde er in den vergangenen Monaten kurzfristig inhaftiert und erhielt telefonische Drohungen. Er berichtet, dass er am 11. Juni in Havanna von einem Unbekannter tätlich angegriffen wurde. Der Journalist trug eine gebrochene Nase und zahlreiche Blutergüsse davon. Vier Männer auf zwei Motorrädern des Typs, der häufig von Angehörigen der kubanischen Staatssicherheit verwendet wird, beobachteten den Vorfall. Er hörte, wie einer der Männer "ok, das reicht" sagte, bevor sie wieder wegfuhren. Obwohl sein Angreifer ihn einige Tage später wieder bedrohte, griff die Polizei nicht ein.

Die Gruppe "Damas de Blanco" (Damen in Weiß), in der sich anlässlich des "Schwarzen Frühlings" 2003 Angehörige der Inhaftierten zusammenschlossen und die sich nach der Freilassung ihrer Angehörigen nun für die Menschenrechte einsetzt, konnte in den vergangenen Jahren ohne größere Beschränkungen ihre Friedensmärsche durchführen. In den vergangenen Monaten wurden die Frauen allerdings wiederholt festgenommen und bedroht, ihre Häuser durch sogenannte "Demonstrationen der Ablehnung" umzingelt. Diese Aktionen sind von der Regierung koordiniert und finden zumeist vor den Häusern politischer Gegner statt. Sie dienen dazu, politische Gegner zu drangsalieren und sollen Oppositionelle davon abhalten, an Aktivitäten teilzunehmen.

Auch Mitglieder der Dissidentenorganisation "Patriotische Union Kubas" (UNPACU), die sich für mehr Bürgerrechte auf Kuba einsetzt, wurden bedroht und inhaftiert. Einige von ihnen befinden sich bereits seit mehreren Jahren ohne faire Gerichtsverfahren in Haft. So auch der 22-jährige Alexeis Vargas Martín und seine 18-jährigen Zwillingsbrüder Vianco und Django Vargas Martín, deren Mutter den "Damas de Blanco" angehört. Ihnen wird "anhaltende Störung der öffentlichen Ordnung" vorgeworfen. Sie wurden Ende 2012 inhaftiert und warten derzeit auf ihre ursprünglich für den 1. Juli 2014 vorgesehene Urteilsverkündung, die ohne Begründung oder Nennung eines neuen Termins vertagt wurde. Amnesty International betrachtet sie, wie auch mehrere andere Inhaftierte auf Kuba, als gewaltlose politische Gefangene und fordert ihre umgehende und bedingungslose Freilassung.

_Text: Von H. Zaar / G. Stein _




Pressemitteilung zum Prozess gegen Sonia Garro Alfonso, Ramón Alejandro Muñoz González, Eugenio Hernández Hernández

Amnesty Kuba  (07.11.2014, 00.00 Uhr)

AMNESTY INTERNATIONAL - PRESS RELEASE

7 November 2014

Cuba: Detainees left in limbo as trial postponed yet again

The trial of three people arrested in Cuba during a government crackdown on peaceful protests, has been postponed for a fourth time in two and a half years, leaving the detainees in an unfair legal limbo, said Amnesty International today. Sonia Garro Alfonso, who is a member of the Ladies in White (Damas de Blanco) a protest group, her husband Ramón Alejandro Muñoz González and their neighbour Eugenio Hernández Hernández have been in pre-trial detention since 18 March 2012. Their trial was finally due to start this morning but was once again postponed without explanation. No new trial date has been set. “The Cuban authorities’ continual postponing of the trial without explanation raises concerns that the charges against the three may be politically motivated. They should now be released immediately and be allowed to await their trial outside of prison,” said James Burke, Caribbean Researcher, Amnesty International. Amnesty International had been calling for the trial to go ahead in accordance with international standards, including the right of the accused to call defence witnesses and to challenge the evidence against them. All three people were arrested on18 March 2012 during a demonstration by a group of government supporters that had gathered in front of Sonia Garro Alfonso and Ramón Alejandro Muñoz González’s house. The government supporters, helped by state security officials, were attempting to prevent the couple from participating in in events to commemorate the anniversary of the crackdown on dissidence which started on 18 March 2003 and led to the imprisonment of 75 peaceful activists. They were charged by the public prosecutor in September 2013 with public disorder (desórdenes públicos) and attempted murder (asesinato en grado de tentativa). Sonia Garro Alfonso faces the additional charge of using violence or intimidation against a state official (atentado). Their trial has been postponed previously on three occasions, in November 2013, June 2014 and October 2014, with no reason ever given for each postponement. This morning across Cuba, members of the Ladies in White have been peacefully demonstrating in front of their local courts on behalf of Sonia Garro Alfonso, Ramón Alejandro Muñoz González and Eugenio Hernández Hernández. There have been reports of arrests of members in the city of Matanzas and the town of Palma Soriano in the province of Santiago de Cuba. There were also reports yesterday that officials from the Department of State Security summoned a number of members of the Ladies in White or visited their homes in order to threaten them not to attend demonstrations today. Amnesty International calls on the authorities to cease their continual harassment and arbitrary detention of the Ladies in White and allow them to carry out their peaceful activities without fear of reprisals. Public Document **************************************** For more information please call Amnesty International's press office in London, UK, on +44 20 7413 5566 email: press@amnesty.org; twitter: @amnestypress



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